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Warum sollten Parkhäuser gescannt werden?

Die Branche des Parkflächenmanagements hat sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt. Damals diente ein Parkplatz einzig dazu, ein Fahrzeug abzustellen. Parkhäuser waren ein Zweckbau und sollten einfach und autogerecht aufgebaut sein. Heute wird eine angenehme Möglichkeit angeboten das Fahrzeug in freundlicher Atmosphäre für einen bestimmten Zeitraum abzustellen mit vielen weiteren Services.

Doch trotzdem, jeder kennt sie – Parkhäuser oder Parkgaragen mit viel zu engen Einfahrten oder Parkplätzen und heruntergekommenen Bauteilen. Wir sind der Meinung, grade diese Anlagen sollten für eine Sanierung gescannt und in einem 3D-Modell dargestellt werden. Denn auch bei Parkhäusern ist nach vielen Jahren eine Umstrukturierung der Fläche oder eine Neugestaltung erforderlich. Wir haben deshalb für Sie ein 3D-Modell einer Parkgarage erstellt. Anhand dieses Beispiels möchten wir aufzeigen, welche Möglichkeiten mit einem 3D-Modell gegeben sind und wie es Ihnen helfen kann eine Parkgarage neu zu gestalten. Zunächst möchten wir die Gründe aufzeigen, warum eine Neustrukturierung alter Parkhäuser sinnvoll ist.

Warum ist eine Neustrukturierung von Parkhäusern sinnvoll?

Breitere Autos

Ein Grund für eine Neustrukturierung ist die steigende Beliebtheit großer Fahrzeugtypen, wie Großlimousinen oder SUVs. Dadurch steigt die Notwendigkeit von breiteren Stellplätzen, denn die Mindeststellplatzbreite einer Parkgarage ist nicht mehr zeitgemäß. Fahrgassen und Rampen einiger Parkhäuser werden den Kunden nicht mehr gerecht. Auch traditionelle PKWs sind breiter geworden, da die Sicherheits- und Komfortanforderungen gestiegen sind. So hatte der VW Golf zwischen 1974 und 2013 einen Breitenzuwachs von 19 cm. Durch den demografischen Wandel haben sich zusätzlich die Bedürfnisse der Autofahrer verändert. Ältere Autofahrer auf den Straßen sind besonders auf komfortable Parkanlagen angewiesen.

Urbanisierung

Die Urbanisierung ist die Ausbreitung städtischer Lebensformen und Verhaltensweisen in die umgebenen ländlichen Räume. Genauer bedeutet das die Zunahme von Stadt-typischen Lebensstilen, Wohnweisen oder Haushaltsstrukturen. Für Parkhausinhaber bedeutet der Wandel eine höhere Auslastung der Parkhäuser. Städte mit vielen Einwohnern haben ein Platzproblem. Die Menschen, die dorthin ziehen brauchen, Wohnraum und Arbeitsplätze und werden gleichzeitig mobiler. Die Straßen werden ausgebaut, um viel Stau zu verhindern. Im ersten Moment scheint es richtig unter diesem Druck Parkhäuser abzureißen und Wohnungen oder Büros zu bauen, denn der ÖPNV würde damit den Transport der Menschen übernehmen. Doch das Bedürfnis der Bewohner sich individuell fortzubewegen, bleibt bestehen. Demnach werden immer mehr Menschen ein eigenes Fahrzeug besitzen oder mehr und mehr Angebote, wie das Carsharing nutzen. Das bedeutet für die Parkhäuser in erster Linie mehr Fahrzeuge = höhere Auslastung und dementsprechend eine höhere Wartung. Dazu kommen Umstrukturierungen für Carsharing-Parkplätze oder Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Ein Parkhaus wird mit einem mobilen Trolley vermessen.

E-Mobility

Mit der Zunahme von Elektrofahrzeugen ist auch hier eine Neustrukturierung der Parkplätze erforderlich. Bis 2020* ist die Anzahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland auf 136.000 Fahrzeuge gestiegen. Damit die Parkhäuser wettbewerbsfähig bleiben, müssen einige Parkplätze mit einer Lademöglichkeit ausgestattet werden. Durch die Installierung von Ladeflächen können sich Parkhäuser von anderen abheben und einfacher Neu- oder Stammkunden dazu gewinnen. Hierfür ist es notwendig den Parkplatz mit Schildern und Flächenmarkierungen zu kennzeichnen. Zusätzlich gibt es viele Technologien, die eingesetzt werden können. Darunter fällt die kabelgebundene oder induktive Ladestation. Dort gibt es jeweils eine Reihe von Konzepten, wie der Strom zum Fahrzeug fließen kann. Eine einheitliche gesetzliche Regelung für die Ausstattung und Gestaltung gibt es allerdings nicht. Um dabei Planungsfehler zu vermeiden, ist es notwendig sich bereits vorher Gedanken über die Wahl der Ladestation und die gewünschten Funktionen zu machen. Die Idee einer oder mehrerer Gestaltungsvarianten können einfach in einem 3D-Modell getestet werden.

Carsharing

Auch durch das Carsharing müssen die Parkanlagen umstrukturiert werden. Carsharing wird immer beliebter, sodass mehr Stellplätze für die Fahrzeuge gebraucht werden. Seit einigen Jahren steigt die Anzahl der Nutzer stetig an. Im Jahr 2019 waren es schon 2,4 Millionen registrierte Carsharing-Nutzer. Auch die Anzahl der Carsharing-Fahrzeuge ist in den letzten Jahren weiter angestiegen. Die Stellplätze sollten natürlich gut erreichbar sein. Deshalb sind Parkhäuser für Carsharing Fahrzeuge ideal geeignet. Doch um das anbieten zu können, müssen die Parkplätze zunächst geschaffen werden. Dafür steht eine Umstrukturierung der bisherigen Parkplätze an. Carsharing-Parkplätze müssen extra gekennzeichnet werden, damit sie für jeden Nutzer sichtbar sind. Für die Umstrukturierung ist ein 3D-Modell bestens geeignet, da notwendigen Informationen darin gebündelt sind und die Planung effektiv durchgeführt werden kann. Die einzelnen Parkplätze können wie gewünscht angeordnet und auch immer wieder verworfen werden. So werden Planungsfehler minimiert. Zudem können die 3D-Modelle für die spätere Bewirtschaftung oder sogar für die Begleitung der Carsharing-Nutzer z.B. in Form einer Indoor-Navigation genutzt werden.

Vollautomatische Parksysteme

Seit einigen Jahren werden ebenfalls vollautomatische Parksysteme angewendet. Dabei stellt der Fahrer sein Fahrzeug nach der Einfahrt ab, damit das Fahrzeug vollautomatisch in das Parkhaus ein- bzw. ausgeparkt werden kann. Durch dieses System wird eine höhere Parkdichte im Vergleich zu herkömmlichen Parkplatzanlagen erreicht. Das endlose Suchen nach einem Parkplatz hat ein Ende. Mit dem automatisierten System bieten Sie Ihren Nutzern ein unvergleichbares Parkerlebnis. Zudem entstehen weniger Abgase und die Fahrzeuge werden vor Kratzern geschützt, die häufig beim herkömmlichen Ein- oder Ausparken entstehen. Es ist möglich, dass die Stellplätze mit Aufladestationen für Elektro-Fahrzeuge ausgestattet werden, wodurch die Attraktivität Ihrer Parkanlage nochmals erhöht wird. Außerdem kann das System in bereits bestehende Gebäude integriert werden. Mit einem 3D-Modell können Sie die Voraussetzungen für ein vollautomatisches Parksystem bestens prüfen und planen.

Ein vermessenes Parkhaus als Punktwolke dargestellt.

Warum ist es notwendig für eine Neustrukturierung ein Parkhaus zu scannen?

Ein Parkhaus ist auch ein Wirtschaftsgut und aufgrund der hohen Rendite mittlerweile immer interessanter für Investoren. Die notwendigen Investitionen für die Ausstattung und Atmosphäre müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zum Zweck liegen. Deshalb sollte sich immer die Frage gestellt werden: Wie weit geht eine benutzerfreundliche Ausstattung und wo beginnt die wirtschaftliche Unausgewogenheit? Mit einem 3D-Modell lassen sich viele Planungen vereinfachen, wodurch die Strukturierung effizienter gestaltet werden kann. Deshalb bildet die Bestandserfassung durch Laserscanning die perfekte Basis für eine optimale Neuverteilung der Nutzfläche. Im Folgenden gehen wir näher auf die Vorteile ein, die durch das Scannen entstehen und erklären sie mit unserem Beispiel.

Beton- und Asphaltsanierung

Die Sanierung von einem Parkhaus kann ein riesiger Aufwand werden. Durch fehlende Statik, große Temperaturunterschiede oder die geringe Berücksichtigung der Spannungen können Risse in Betonbauten entstehen. Zudem können Stützen durch Salz- und Schmelzwasser angegriffen werden, sodass die Standsicherheit gefährdet ist. Diese und noch weitere Gründe erzwingen eine Betonsanierung in Parkhäusern. Ähnlich verläuft es mit dem Asphalt. Das ständige Befahren, der Temperaturwechsel, Kraftstoffe und Öle beanspruchen den Asphalt sehr. Mit dem Vermessen einer Parkgarage können die Sanierungsarbeiten effizienter geplant und strukturiert werden. So kann sicher eine punktuelle Sanierung erfolgen.

Umstrukturierung der Fläche mit Parkflächenmanagement

Den wohl größten Vorteil bietet das 3D-Modell, bei der Umstrukturierung der Fläche und dem Parkflächenmanagement. Das Vermessen ermöglicht es, dass alle Maße in dem 3D-Modell vorhanden sind. So kann die Planung und Umstrukturierung übersichtlich durchgeführt werden. In unserem Video zeigen wir, wie einfach es ist einzelne Maße dem Modell zu entnehmen. So können Sie alle Abmessungen, einfach am Computer durchführen, ohne das Parkhaus zu betreten.

Navigation in den Parkgaragen (Zigpos)

Mit der ZIGPOS-Technologie lassen sich smarte Objekte lokalisieren und nachverfolgen. Das Echtzeit Lokalisierungssystem ermöglicht ortsbasierte Anwendungen in GPS-unzugänglichen Bereichen, wie teilweise in Parkhäusern. Dieses Ortungssystem besteht aus mobilen und festen Sensor-Geräten. Bei der Einfahrt eines Fahrzeuges werden also die mobilen Sensor-Geräte verteilt, sodass jedes Fahrzeug lokalisiert werden kann. Die Kombination aus einem 3D-Modell und einer genauen Ortung, ermöglichen die Wegweisung zu einem Freien oder zugewiesenen Parkplatz. Außerdem ist damit die Navigation der Nutzer zu den Zahlautomaten und das Finden des Autos bei der Rückkehr in das Parkhaus einfach umsetzbar. Durch die Vernetzung unterschiedlicher Technologien lassen sich demnach neue effizientere Konzepte entwickeln und somit die Rendite eines Parkhauses steigern.

Basis-Modell für autonomes Fahren

Autonomes Parken in Parkhäusern – so kann die Zukunft vom Parken aussehen. Und die Einführung davon ist gar nicht so weit weg, wie viele vielleicht denken. Ein paar Klicks auf dem Smartphone, man kann aussteigen und das Auto parkt von selbst während man schon auf dem Weg zu seinem eigentlichen Ziel ist. Umgekehrt bei der Rückkehr. Über die App wird mitgeteilt, wann man am Parkhaus ankommt und schon steht das Fahrzeug bereit, inklusive automatisch bezahlter Parkgebühr. Einige Fahrzeughersteller und vielversprechende Start-ups planen bereits die Serieneinführung dieser Systeme. Mit der Vermessung und einem Millimeter genauen 3D-Modell des Parkhauses ist ein Basis-Modell geschaffen.

Es gibt diverse Gründe, die aufzeigen, warum ein Parkhaus neu strukturiert werden sollte. Die Bedürfnisse der Autofahrer und auch die Technologien haben sich gewandelt. Breite Autos sind beliebt, Elektro-Autos werden immer mehr gekauft und auch die Wohnstruktur hat sich verändert. Dieser Wandel zwingt die Parkhausinhaber zu handeln. Ein 3D-Modell eines Parkhaus kann die Neustrukturierung effizienter gestalten. Alle Daten sind gesammelt an einem Ort zu finden, was die Planung erheblich vereinfacht. Wir unterstützen Sie dabei und vermessen Ihr Parkhaus! Mit dem 3D-Modell ergeben sich einige Vorteile, die Ihnen bei der Neustrukturierung behilflich sein werden. Kontaktieren Sie uns jetzt, wir beraten Sie gerne zur Vermessung Ihres Parkhauses.

Quelle: KBA