Digitalisierung eines Edeka Marktes

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Inhalt

Worum ging es bei diesem Auftrag?

Die Edeka-Gruppe ist ein genossenschaftlich organisierter Unternehmensverbund und ist im Jahr 2020 mit rund 11.112 Filialen einer der führenden Lebensmittelhändler in Deutschland. Für den Umbau oder die Modernisierung einzelner Märkte liegen 2D-Bestandspläne vor. Sind diese nicht aktuell, kann dies die Planung von Umbaumaßnahmen verkomplizieren. Ein reibungsloser Bauablauf wäre gefährdet. Erhöhte Kosten und Zeitengpässe wären die Folge. Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, ist es wichtig, die Pläne vor der weiteren Verwendung mit dem Ist-Zustand des realen Objektes abzugleichen und zu aktualisieren.

DiConneX hat für die EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung einen Markt in Köln digitalisiert und die vorhandenen Pläne aktualisiert.

 

Die Rolle von DiConneX

In diesem Projekt hat DiConneX den Edeka Markt mit dem mobilen Scannsystem NavVis VLX aufgenommen und ein digitales Abbild in Form einer 3D-Punktwolke geschaffen. Aufgrund von datenschutzrechtlichen Gründen, haben wir darauf geachtet, dass sich optimalerweise zum Zeitpunkt des Mappings nur wenige Personen in den Räumen befanden. Mit unserer innovativen Pano-Blurring Lösung haben wir anwesende Personen DSGVO-Konform in den Panoramabildern automatisch verpixelt. Das Verfahren ermöglicht die Erfassung der Ladenflächen im laufenden Betrieb. Neben der 3D-Punktwolke wurden zeitgleich 360° Panoramabilder aufgenommen und ein Digitaler Zwilling des Marktes in der DiConneX Plattform abgebildet. 

Abgleich der Pläne

Für den Abgleich der 2D-Bestandspläne haben wir eine DWG-Datei des Grundrisses erhalten. Diese enthielt sowohl architektonische Bauteile als auch den Ausbau und Einrichtungen, wie Regale oder Waren. Für die Überprüfung der Architektur haben wir alle nicht relevanten Bauteile bzw. Einrichtungen in der DWG ausgeblendet. Im nächsten Schritt wurde der bereinigte Grundrissplan mit der 3D-Punktwolke überlagert. Da die DWG-Datei keine Koordinaten aufweist und daher keine automatisierte Zusammenführung der Punktwolke mit dem 2D-Plan möglich war, wurde dieser Schritt manuell durchgeführt. Anhand von markanten Punkte in der Architektur wurde der 2D-Plan auf der Punktwolke ausgerichtet und eine genaue Überlagerung geschaffen. Für den visuellen Abgleich der Punktwolke mit dem Grundrissplan wurden Schnitte in unterschiedlichen Höhen der Punktwolke durchgeführt. Zum einem wurde auf einer Höhe von 1m geschnitten, um auf Grundrisshöhe einen Abgleich durchzuführen. Da in der Punktwolke die Einrichtung und Waren die Sicht auf die Architekturbauteile verbarg, wurde eine zweite Schnittebene auf 2m oberhalb der Supermarktregale durchgeführt. So konnten u.a. Stützen und Wände eindeutig identifiziert und abgeglichen werden.

Anpassung der alten Pläne

Nachdem eine eindeutige Überlagerung gewährleistet und verschiedene Schnitthöhen für die Überprüfung festgelegt waren, konnte die Aktualisierung der Pläne erfolgen. Dafür wurden die beim Abgleich erhaltenen Abweichungen, die größer gleich 5 Zentimeter waren, in den DGW-Plan gekennzeichnet. Fehlende Bauteile, wie beispielsweise Türen oder Wände, wurden ebenfalls im Plan farblich angemerkt. Diese farbigen Markierungen wurden in einem separaten Layer in der DWG-Datei hinterlegt, um die Ergebnisse der Prüfung unserem Kunden vorzulegen.
Anschließend wurden die Ergebnisse aus der Überprüfung in einem weiteren Layer für den finalen, aktualisierten Planstand übernommen. Es wurden Stützen und Wände auf die reale Gegebenheit verschoben und weitere Stützen, Wände oder Türen ergänzt oder in der Form angepasst. So wurde dem Kunden eine aktualisierte DWG-Datei mit dem Grundrissplan des Supermarktes übermittelt, in dem sowohl der ursprüngliche Planstand als auch einen Layer mit den Prüfergebnissen und dem aktualisierten Grundrissplan enthalten war.
Auch wenn einige Bauteile nur um wenige Zentimeter verschoben worden sind, können diese ausschlagend sein für weitere Planungen und den Umbau.

Wand= Schwarz   Säule= Rot   Abweichungen= Lila   Aktualisiertes Modul= Grün

Welche Herausforderungen gab es?

Für ein optimales Scanergebnis sollten möglichst wenige Personen auf den Panoramabildern und in der Punktwolke zu erkennen sein. Dieser Anforderung konnten wir mit Hilfe des DiConneX Pano-Blurring Tools gerecht werden. Weiterhin war vor allem die Darstellung der Ladeneinrichtung und Produkte in der Punktwolke eine Herausforderung für den Abgleich des Soll- und Ist-Zustandes. Mit dem Anlegen von unterschiedlichen Schnitthöhen in der Punktwolke konnten diese Probleme allerdings schnell behoben werden. DiConneX konnte in diesem Pilotprojekt mit der Edeka-Gruppe die Qualitätssicherung der Pläne vor dem Umbau bzw. der Modernisierung des Supermarktes gewährleisten und eine verlässliche Arbeitsgrundlage schaffen.

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